Die aktuelle Vorstandschaft der Volkshochschule Kahlgrund-Spessart e.V. mit ihrem neuen Geschäftsführer ab 01. Oktober 2019; von links aufgenommen auf dem Parkplatz der Mömbriser Geschäftsstelle »Kirchstraße 3«: Manuel Lopez Marin, Geiselbachs Bürgermeisterin und stellvertretende Landrätin Marianne Krohnen, pädagogischer Geschäftsführer Harald Rosenberger, dritte Bürger-meisterin von Mömbris, Karin Nees und 1. Vorsitzender Michael Rosner

Bericht aus der Jahreshauptversammlung der Volkshochschule Kahlgrund-Spessart e.V.


Große Veränderungen stehen der Volkshochschule Kahlgrund-Spessart, die für 15 Gemeinden mit einem Einzugsgebiet von 41.000 Einwohnern zuständig zeichnet, ins Haus

Bericht aus der Jahreshauptversammlung der Volkshochschule Kahlgrund-Spessart e.V.

Große Veränderungen stehen der Volkshochschule Kahlgrund-Spessart, die für 15 Gemeinden mit einem Einzugsgebiet von 41.000 Einwohnern zuständig zeichnet, ins Haus. Im 49. Gründungsjahr übernimmt ab 01. Oktober 2019 Manuel Lopez Marin die Geschäftsführung, der aus mehreren Bewerbungen den Vorzug erhalten hat. Er stellte sich in der diesjährigen Jahreshauptversammlung allen Mitgliedern vor und beantwortete mit fachlicher Kompetenz eindrucksvoll deren Fragen.

 

Große Kundenzufriedenheit

Lopez Marin übernimmt die Geschäfte von Harald Rosenberger, der knapp 20 Jahre ab 01. Dezember 2000 für die Volkshochschule Kahlgrund-Spessart hauptamtlich tätig war. Er übergibt ein gut bestelltes Haus und verabschiedete sich in den Vorruhestand mit einem Hauch von Wehmut, aber auch erleichtert: »Machen Sie´s gut! Ich habe gerne für die Vhs und somit auch für Ihre Kommune gearbeitet.« Die Kundenzufriedenheit liegt über die Jahre hinweg bei einer Gesamtbewertung von 1,56, die Finanzen sind trotz schwankender Teilnehmerzahlen, natürlich auch dank der Förderhilfe des Landkreises Aschaffenburg und des Mitgliedsbeitrages der 15 Gemeinden stabil.

 

Mit Harald Rosenberger scheidet auch der amtierende 1. Vorsitzende Michael Rosner aus, der dem Vorstand seit 1997 angehört und deshalb von seinen Stellvertreterinnen Bürgermeisterin Marianne Krohnen (Geiselbach) und der 3. Bürgermeisterin Karin Nees (Mömbris) zu Beginn der Versammlung eine Würdigung erhalten hat. Die Regelung seiner Nachfolge steht noch aus.

 

Diskussionskultur und Leitbild der »Vhs«

Wichtig war Rosner in seinem Resümee, dass »seine Vhs« in der Vergangenheit durchgehend auf Kontinuität und Erfahrung gesetzt hat. Wichtig war ihm, in Übertragung des Artikels 47 der bayerischen Gemeindeordnung die Sitzungspflicht, die Gemeinderatssitzungen aufgegeben ist, womit eine Diskussionskultur auf Augenhöhe und im gegenseitigem Meinungsaustausch eine wesentliche Grundvoraussetzung war und bleibt, den Fortbestand und die Qualität einer Bildungseinrichtung zu gewährleisten. Die fordernde Einstellung seines ehrenamtlichen Engagements sei von einer gehörigen Selbstmotivation bestimmt und geprägt gewesen. Besonders angetan zeigte er sich, dass sich nach langjährigem Ringen die Mitgliedsgemeinden bereiterklärt haben, die Verteilung des Programmheftes zu gewährleisten und vor allem, sich einer finanziellen Beteiligung nicht zu verschließen. Die Stabilität der Kursgebühren ist das gewollte Ergebnis. Ihm war weniger die Höhe der Förderung wichtig, sondern dass sich für alle weiteren Legislaturperioden ein Betrag in der jeweiligen Haushaltsstelle findet. Auch wenn die »Vhs« nach außen als »Verein nach BGB« wahrgenommen wird, so nimmt sie ihren Aufgaben subsidiär als Pflichtaufgabe der jeweiligen Gemeinden, wie sie in der bayerischen Verfassung und der bayerischen Gemeindeordnung festgeschrieben ist, wahr. Das »Wir« und »Partnergemeinden« stehe deshalb als »Credo« ganz im Vordergrund.

 

Die Kassenprüfer Bgm. Angelika Krebs (Kleinkahl) und als Sprecher Bgm. Wilhelm Fleckenstein (Wiesen) lobten Bgm. Matthias Müller, am bisher heißesten Tag des Jahres im Bürgerhaus von Blankenbach aufgenommen worden zu sein, womit auch ein kosteneinsparender Effekt verbunden sei.

 

Geschäftsführer Harald Rosenberger ein Glücksfall

Die »de facto« ehrenamtliche Geschäftsführung wurde mit der Einstellung von Harald Rosenberger in eine auch »de jure« hauptamtliche überführt. Rosenberger habe - so Rosner - in den knapp 20 Jahren einige verwaltungsinterne Strukturänderungen vorgenommen, die sich als wichtig und richtig bewiesen haben. Rosenberger sei - wie schon sein Vorgänger Werner Köhler - ein Glücksfall für die Volkshochschule. Natürlich habe das bestmögliche Zusammenspiel mit dem Personal einen großen Anteil an der positiven Fortentwicklung und dem guten Ruf. Wenn 75 Prozent aller Kurse durchgeführt werden können, spricht dies auch für die Kursleiter/innen eine sehr positive Sprache. Existentiell sei in der Vergangenheit auch der Meinungsaustausch auf Landes- und Bezirksebene gewesen.

 

Generationenforum: ein Aushängeschild

Für das jährlich stattfindende Generationenforum - von Harald Rosenberger - ins Leben gerufen worden, sind als herausragende Referenten Henning Scherf, Dr. Rita Süßmuth, Renate Schmitt, Günther Beckstein und nicht zuletzt Barbara Stamm Anziehungsmagnete gewesen. Vom Tisch sei, dass nach der Novellierung des Erwachsenenbildungsgesetzes Gemeinden für die Bereitstellung von Räumlichkeiten Entgelte zu erheben haben. Der Vorsitzende intervenierte mehrfach beim Kultusministerium und letztlich mit Erfolg.

 

Volkshochschule in der Zukunft wichtiger denn je…

»Für mehr Demokratie leben und vorleben« warb der erste Vorsitzende und verwies auf den Leitantrag, der bei der 73. Landestagung im oberfränkischen Hof formuliert wurde. Die Volkshochschulen werden bei den vielfältigen gesellschaftlichen Problemen und Herausforderungen immer mehr eine tragende Säule sein. Wer in diesem Punkt die Vhs unterschätzt, würde nicht nur eine kompetente Einrichtung verlieren, sondern sich einer positiven gesellschaftlichen Entwicklung verweigern. Schon am 19. September 2001 schrieb Landratskandidat Dr. Ulrich Reuter: »…Ihr breit gefächertes und anspruchsvolles Angebot zur Gesellschafts- und Erwachsenenbildung an verschiedenen Standorten zeigt, dass Ihre in einigen Jahrzehnten gewachsene und etablierte Vhs große Anerkennung und Beliebtheit in der Bevölkerung genießt…«. Im September 2019 wird in die Haushalte das neue Programmheft »Winter/Frühjahr 2019/2020« mit wieder interessanten Kursangeboten zugestellt. 

(Bild für die Volkshochschule Kahlgrund-Spessart e.V.: Hildegard Rosner, Text: Michael Rosner)


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